Molchwanderung in Dreiborn

Uriger BaumUnter dem Motto „Über Pfützen und Tümpel – Bunte Wassersalamander entdecken“ fand am 14. April eine geführte Wanderung im Nationalpark Eifel statt, bei der Wanderführer Peter John eine Gruppe von ca. 15 Kindern und ihren Eltern die Amphibien im Nationalpark näherbrachte. Ich habe schon mehrere Wanderung mit meinem Nachwuchs auf dieser Strecke gemacht, aber dank des guten Wetters – sonnig und der erste Tag des Jahres mit 20°C – war es die bislang größte Gruppe bei der wir dort mitwanderten. Die Wanderung zum gleichen Thema im Vorjahr waren wir noch mit Herrn John alleine unterwegs, bei regnerischen 6°C war sonst niemand gekommen.

Aber obwohl wir die Strecke mittlerweile schon auswendig kannten, und auch die Molche schon im Vorjahr gesehen hatten, war dies doch wieder ein Pflichttermin. Und es gab auch wieder neues zu entdecken – der strenge Winter hatte seinen Tribut bei den Hirschen gefordert, und es war faszinierend daß direkt an dem Wanderweg gleich mehrere Hirsche verendet waren. Obwohl noch vier Wochen vorher hoch Schnee lag, waren trotzdem nur noch Haarbüschel und Knochen übrig, den Rest hatte Füchse und Marder schon genutzt.

Bergmolch

Das eigentliche Thema waren natürlich die Molche, es landeten hauptsächlich Bergmolche (Ichthyosaura alpestris) und ein einzelner Fadenmolch (Lissotriton helveticus) in den Becherlupen. Frösche waren eigentlich das Thema der Wanderung im März, aber wegen des Schnees war zu der Zeit noch keiner herausgekommen. Dementsprechend wurde auch ein Grasfrosch (Rana temporaria) gefangen, und nur wenige besonders schnelle Kaulquappen waren schon aus dem Froschlaich geschlüpft. Ein Erdkrötenpärchen (Bufo bufo) auf dem Weg zu ihrem Tümpel wurde auch noch gefunden. Und bis auf die Kröten durften die Kinder auch alle dieser Tieren anfassen, anders als bei vielen Erwachsenen war keinem Kind eines der Tiere eklig. Und als kleine Besonderheit wurde auch noch eine Egel unbekannter Art gefangen – die aber dann doch niemand anfassen wollte. Natürlich wurden alle Tiere vorsichtig behandelt und wieder in die Freiheit entlassen – es ist ja schließlich ein Nationalpark, und unter Naturschutz stehen die Amphibien ohnehin in ganz Deutschland.

Die Strecke war zwar nur knapp fünf Kilometer, aber durch die vielen und langen Beobachtungsstops an den Tümpeln waren wir dennoch fast vier Stunden unterwegs. Von den jahreszeitlich unterschiedlichen Themen der Dreiborner Wanderungen fehlen uns jetzt nur noch die Schmetterlingswanderung im Juli, und die dieses Jahr zum erstenmal angebotene Heuschreckenwanderung im September. Vielleicht trifft man sich ja dort…

Hirschskelett

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Ein Kommentar zu “Molchwanderung in Dreiborn

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