Narzissen im Oleftal

Narzisse an der OlefDie Wildnarzissen sind eine der Attraktionen der Eifel, und nachdem ich die beiden letzten Jahre die Narzissen im Perlenbachtal bewundert habe, ging die Maiwanderung zu den noch etwas weiter entfernten Narzissen im Oleftal. Laut Karte waren die Narzissen nur nahe am Wanderparkplatz Hollerather Knie zu finden, aber das wäre mir eine zu kurze Wanderstrecke für die weite Anreise gewesen. Außerdem waren auch im Perlenbachtal so manche schöne Stellen abseits der größten Vorkommen, so daß ich mir einen Weg ausgearbeitet habe, der die Olef fast vom Stausee bis nahe zur Quelle begleitete.

Da die Hauptvorkommen der Narzissen erst nahe der Quelle zu erwarten waren und als Highlight am Schluß des Wegs liegen sollten, ging es also erstmal durch den Wald bis zur Schutzhütte Daubenscheid. Auch wenn es weitestgehend eigenlich langweiliger Fichtenwald ist, die Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg – vom Gedenkstein an den Ardennenoffensive, die von der Natur schon weitestgehend überwachsenen Drachenzähne bis hin zu Betonresten von Bunkern – sorgten für interessante Abwechslung.

Gedenkstein Ardennenoffensive Drachenzaehne Bunkerreste im Wald

Zwischen den Fichtenparzellen waren auch mal andere Bäume zu sehen, und auch die Frühlingsblüher am Wegesrand – hauptsächlich Huflattich und Pestwurz – sorgten für genügend Fotogelegenheiten.

Weiter gings steil bergab ins Tal des Mertenbach, der dann bis zur Olef mit seinem Gemurmele ein angenehmer Begleiter wurde. Die 150 Höhenmeter galt es dann mitsamt der Olef wieder zu erklimmen, zum Glück viel langsamer als es ins Tal hinunter ging. Es dauerte auch garnicht so lange bis die ersten Narzissen am Fluss zu sehen waren.

Narzissen an der Olef

Der Weg entlang der Olef ist aber bei weitem nicht nur wegen der Narzissen lohnenswert, mindestens genauso interessant sind die an mehreren Stellen zu findenden geologischen Aufschlüsse, wo man schnell erkennt warum die Eifel Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist. An so manchen dieser Felshänge raschelte es, aber die Eidechsen waren viel zu schnell um sie zu entdecken. Mit den einzelnen Ginsterbüschen dürfte dieser Weg auch im Sommer einige tolle Aussichten liefern.

Schieferfelsen

Aber das Highlight waren natürlich die Narzissenwissen am Oberlauf der Olef, alle auf der belgischen Seite aber dank grüner Grenze muss man schon genau hinsehen um die Grenzsteine zu bemerken. Bei der Rast am Gedenkstein für Loki Schmidt, die viel für den Erhalt dieser Wiesen getan hat, hatte man eine schöne Aussicht auf die Völkerwanderung, die auf der belgischen Seite den Narzissenrundweg weitergingen. Wir nahmen aber nur den kürzeren der beiden Rundwege, aber das Bachtal oberhalb der größten Narzissenwiese war wohl erst kürzlich entfichtet worden und noch nicht von Narzissen besiedelt, in einigen Jahren wird man dort wohl noch mehr gelbe Wiesen finden.Narzissenwiese

Die Strecke war 15 Kilometer lang, und bis auf eine Steigung auf dem Weg zurück zum Parkplatz überhaupt nicht anstrengend. Allerdings hatte ich die Zeit unterschätzt die ein Kind für Erkundungen abseits des Weges braucht, so daß wir doch über fünf Stunden unterwegs waren, mit An- und Rückfahrt also eine komplette Tagestour – die sich aber sehr gelohnt hat. Vor allem weil das Wetter sich, kaum das wir im Oleftal angekommen waren, von komplett bedeckt zu längeren sonnigen Abschnitten umgestellt hat. Fotos habe ich weit mehr gemacht als ich hier unterbringen kann, und nebenbei auch noch elf Punkte bei Geograph eingesammelt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s