Biberpfad Hürtgenwald im Herbstnebel

BankIm Frühling 2013 hatte ich von einem neu eingerichteten Biberpfad im Hürtgenwald gelesen, und die eher kurze Wanderung gemäß des Bildungsauftrags für einen gemeinsame Wanderung mit dem Nachwuchs vorgemerkt. Aber da ich im November ohnehin einmal in die Eifel fahren musste und dort etwas Zeit totschlagen musste, habe ich die Tour doch alleine und im kalten herbstlichen Nebel und Nieselregen nachgeholt.

Start und Ziel ist der Wanderparkplatz Glockenofen in Großhau, von dem aus es entlang des Weberbachs hinunter zur Wehebachtalsperre geht. Auf dem ersten Stück hat man ein paar schöne Ausblicke, aber erst kurz vor der Talsperre fangen die Biberbauwerke im Weberbach an. Direkt am Weg finden sich Biberpfade und an- oder abgenagte Bäume, und aus dem Bach ist eine Ansammlung von Teichen geworden, in denen noch einige Baumstümpfe und umgestürzte Bäume liegen. Es war zwar kein Biber zu sehen – die kommen wohl erst abends raus, und außerdem war es ja schon die Zeit ihrer Winterruhe wo sie ja noch seltener außerhalb des Baus unterwegs sind.

BiberspurenVon anderen Wegen an der Talsperre kannte ich schon das Wasserschutzgebietsschild, welches ein Weitergehen verbietet, aber seltsamerweise war hier keines zu sehen, so daß ich guten Gewissens bis zu der Brücke über den Wehebach laufen konnte, die je nach Wasserstand auch unter Wasser liegt – wohl aber schon länger im Trockenen lag, denn auf dem Seegrund war schon alles grün. Undf kaum dort angekommen flog ein Schwarm Kraniche vorbei, der entweder für eine Übernachtung oder als Winterquartier sich den Hürtgenwald ausgesucht hatten. Das 360°-Panorama, das ich dort fotografiert habe- hat sogar ein paar im Flug erwischt.

BiberdammEin paar weitere Fotos gibt es bei Flickr, aber die Ausbeute war eher klein, denn wegen des frühen Abends und damit schlechten Lichts sind einige verwackelt gewesen. Wenn ich noch einmal den Weg wandere wird die Sammlung erweitert. Es sind zwar nur auf einem kleinen Teil des Weges die namensgebenden Biber zu sehen, aber auch dafür lohnt es sich.

Für den Rückweg folgt man dann dem Verlauf der ehemaligen Kreisstraße, zu der auch die Brücke gehört hat, das letzte Stück geht dann zwischen Feldern zurück nach Großhau. Insgesamt ist die Strecke 9 Kilometer lang, und auch durch den etwas längeren Fotostop an der Talsperre war ich knapp 2 Stunden unterwegs – und das obwohl ich den Rückweg in deutlich schnellerer Gangart zurückgelegt habe um nicht komplett im Dunkeln das letzte Stück gehen zu müssen.

Wem die Strecke zu kurz ist, oder das recht lange Stück über die ehemalige Kreisstraße nicht so zusagt, der kann auch den Rückweg mit einem größeren Bogen machen – dies ist dann der sogenannte Hemmingway-Trail.

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