Struffelter Heide

StruffeltAm Karsamstag ergab sich die Gelegenheit für eine kurze Wanderung – maximal 90 Minuten, zwischen Aachen und Rötgen und kinderwagengeeignet. Die Wahl fiel auf die Stuffelter Heide oberhalb von Rott, an der ich vor längerem mal vorbeigewandert bin, aber noch nicht durchquert habe. Nebenbei findet im Mai und Juni der Wikipedia-Fotowettbewerb Wiki Loves Earth statt, also konnte ich schonmal Bilder von einem Naturschutzgebiet sammeln, die ich dann in Kürze dort hochladen werde. Der Stuffelt ist in der Wikipedia auch noch garnicht vorhanden, dementsprechend habe ich auch gleich die Infotafeln mit fotografiert um auch etwas Material für einen kurzen Artikel zu haben, bis jetzt habe ich nur den Datenbankeintrag in Wikidata vorbereitet.

Die Tour beginnt am Wanderparkplatz am Waldfriedhof von Rott, und geht von dort bergan auf dem Eifelsteig bis auf den Gipfel des Struffelt, von 380 auf 460 Höhenmeter. Auf dem Weg hinauf gibt es schon ein paar Blicke in die Heidelandschaft, aber erst nachdem man am Gipfel rechts abbiegt und das kleine Wäldchen durchquert hat, steht man plötzlich auf der offenen Heide, nur durch einzelne Birken aufgelockert.

Ein kurzes Stück weiter wird aus dem Weg ein Steg, da der Boden feuchter wird und besser vor Trittschäden geschützt werden soll. Zum Glück passte die Breite der Bohlen exakt mit der Spurweite des Kinderwagens, die unvermeidlichen gelegentlichen Abrutscher trugen zur Unterhaltung des Nachwuchses bei. Die meisten Stops auf dem Steg waren aber zum fotografieren, die offene Landschaft bot sich geradezu dazu an Panoramas zu erstellen.

Die komplette Fotoausbeute findet sich im Album bei Flickr, die vier 360°-Photosphären kann man über die aus Streetview bekannten Pfeilen im obigen Bild erreichen. Weil es mit Kinderwagen zu umständlich war gibt es leider keine Photosphären aus dem Teil des Weges auf dem Steg, aber vielleicht hole ich das in einer anderen Jahreszeit nochmal nach.
Struffelt Steg
Während der Eifelsteig weiter hinab ins Tal zur Talsperre führt, zweigt der Steg ab und durchquert ein weiteres Stück der Struffelter Heide. Erst nachdem der Steg wieder auf den normalen Waldweg zurückführt kommt am wieder in die normale Waldlandschaft, und nach kurzer Steigung ist am wieder am Eifelsteig, der es nun bergab zurück zum Parkplatz führt. Die ganze Strecke sind gerade einmal vier Kilometer, die mit Kinderwagen und Fotostops dann doch 1:15 Stunden dauerten. Für eine deutlich längere Wanderung kann man die Struffelt-Route nehmen, die mit 10 Kilometer Länge dann auch gleich die Dreilägerbachtalsperre umrundet.

Narzissen im Perlenbachtal

IMG_6779Der Frühling ist im vollen Gange, und die wilden Narzissen in der Eifel haben auch schon zu Blühen begonnen. Ob ich dieses Jahr wieder eine Wanderung in die Narissenwiesen machen werde weiß ich noch nicht, aber zumindest will ich rechtzeitig einen Streckenvorschlag vorstellen mit dem man die besten Stellen zu sehen bekommt. Ich bin zwar noch nicht die ganze hier beschriebene Strecke in dieser Form gewandert, aber alle Teilstücke auf separaten Touren erkundet. Es gibt zwar vom Nationalparktor in Monschau-Höfen aus einen Narzissen-Rundwanderweg, aber warum dieser die schönsten Stellen im Perlenbachtal ausläßt ist mir ein Rätsel.

IMG_6753Es gibt mehrere Wanderparkplätze rund um das Perlbachtal, am nächsten an den Narzissen gelegen ist jener am Gut Heistert am Ende von Kalterherberg. Allerdings kann man sich am Wochenende die Fahrt dorthin sparen – an einem normalen Wochentag bei durchwachsenem Wetter war habe ich dort schon den letzten Platz nehmen müssen, am Wochenende muss man wohl sehr früh sein oder viel Glück haben. Auch die anderen nahen Parkplätze sind sicher schnell voll, ich empfehle vom Nationalparktor loszugehen, die etwas längere Strecke erspart einem den Parkplatzstress. Von dort kann man zunächst dem Narzissenweg folgen bis man an die Mündung des Fuhrtsbach in den Perlenbach kommt.

Weiter geht es talaufwärts entlang des Perlenbachs, immer den talnächsten Weg folgend denn der Narzissenweg geht kurz nach dem Fuhrtsbach bergan in den Fichtenwald. Es dauert nicht lange und das Bachtal wird breiter und auf den Wiesen entlang des Bachs sieht man die ersten noch vereinzelten Narzissen. Spätestens ab der Brücke über die man zum Gut Heistert gelangt sind die Wiesen dann völlig gelb, und bis zur belgischen Grenze kommt eine Fotogelegenheit nach der nächsten.

IMG_6770An der Grenzbrücke geht es auf deutscher Seite weiter bergan im Tal des Jägersief, wo auch noch mehrere gelbe Wiesen direkt am Weg liegen. Auf belgischer Seite gehen die Bachtäler weiter, aber dort ist auch ein Truppenübungsgebiet der belgischen Armee, wann und wo man dort wandern kann weiss ich leider nicht. Weiter höher im Jägersief werden die Narzissen immer weniger, an der Stelle, wo dann der Narzissenweg aus dem Wald hinzustößt sind keine mehr zu sehen. Auf der anderen Seite des Bergrückens an der Antoniusbrücke trifft man dann wieder auf den Fuhrtsbach, an dem auch noch weitere Narzissenwiesen liegen, allerdings meiner Erfahrung nach deutlich weniger spektakulär. Aber dafür kommt man dann bergab schnell wieder zum Perlenbach.

Die gesamte Strecke dürfte etwa 17 km lang sein – der offizielle Narzissenweg ist 12 km lang, aber das Perlenbachtal verlängert den Weg. Und man wird sicher langsamer unterwegs sein als normal, denn die vielen Fotogelegenheiten nehmen einiges an Zeit in Anspruch. Nur sollte man keine ruhige einsame Wanderung erwarten, bei gutem Wetter am Wochenende ist es fast so voll wie in der Fußgängerzone…

Ein Album mit weiteren Fotos aus dem Perlenbachtal habe ich bei Flickr angelegt.

Grenzroute in Aachen-Orsbach

Bei dem angenehm warmen schönen Herbstwetter, passend am Wochenende, musste ich einfach nach draußen und wandern. Der Anregung der Stadt bei Google+ folgend habe ich mir eine der Grenzrouten ausgesucht, mangels Zeit die nur 7 Kilometer lange Route 7 in Orsbach am westlichsten Zipfel Aachens.

Grenzstein 204 Flechten

Los geht die Route an der Kirche in Orsbach, der Parkplatz hatte gerade noch einen freien Platz. Leicht bergauf, vorbei an der Schützenanlage geht es zur deutsch-niederländischen Grenze, und dann über den Feldweg entlang der Grenze immer weiter nach Westen. Zunächst wird die Streuobstwiese Finkenhag mit noch recht kleinen Obstbäumen passiert, später ist nur noch kleines Gebüsch auf der Grenzlinie. Der Weg wechselt auf die niederländische Seite, bleibt aber immer nahe an der Grenze, auch nachdem er sich dann nach Süden wendet.

Rost Naturschutzgebiet in NL

Ich hatte diesen Weg auch ausgesucht, weil ich schon ein paar Teilstücke gegangen war, und diese alle gute glatte Wege waren. Aber dann wurde hinter der ehemaligen Nerzfarm aus dem Feldweg ein Hohlweg, normalerweise sehr schön zum Wandern aber mit einem Kinderwagen nahezu unpassierbar. Mit viel Glück unfallfrei im Tal, bin ich dann auch noch zu forsch auf den Rückweg nach Orsbach gewechselt, und erst als ich fast am Michaelshof angekommen war wurde mir bewußt daß die Grenzroute am Senserbach entlanggegangen wäre – obwohl an jeder Wegeskreuzung ein Hinweisschild stand, muss ich dieses wohl übersehen haben. Also ärgerlichweise bin ich dann also doch nur die halbe Grenzroute gewandert, aber weil es ‚eh schon etwas länger gedauert hatte als berechnet war die Abkürzung um einen Kilometer nicht ganz so falsch.
Hohlweg Ende
Da es sich im Laufe der Wanderung immer wolkiger wurde, wurden es nur 19 Fotos, die alle bei Flickr zu sehen sind. Neben den normalen Fotos sind auch drei Photospheres entstanden – Finkenhag, kurz hinter dem Finkenhag, und nahe dem Senserbach.

Die komplette Route werde ich sicher noch nachholen, aber dann ohne Kinderwagen. Und auch die anderen Grenzrouten sind verlockend, vor allem die längeren Strecken, aber wird wohl noch was dauern bis ich diese angehen kann.