Lokalzeitwanderung in Nideggen

Hinweisschild Anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Nideggen fand die Herbstwanderung der WDR-Lokalzeit am 5. Oktober statt. Die Wettervorhersage ließ nichts gutes erahnen, das schöne Herbstwetter sollte durch kräftigen Regen abgelöst werden. Zum Glück wurde es halb so schlimm – der meiste Regen war schon in der Nacht, und es abgesehen von vereinzeltem Nieselregen bliebt es trocken – aber die sonst üblichen sonnigen Fotos waren nicht möglich. Dafür eine sehr herbstliche Stimmung, nur die Bäume waren noch nicht bunt.

Rur im HerbstLos ging es auf dem Marktplatz vom Nideggen, und dann steil bergab hinunter ins Rurtal, dann flussabwärts entlang der Rur zur Pausenstation am Nationalpark-Infopunkt in Zerkall, den ich schon als Endstation des Wildnistrails kannte. Das nächste Teilstück ging weiter flussabwärts über Mäander der Rur durch Pferdeweiden, an den Hängen beiderseits des Tals hingen immer wieder Wolkenfetzen. Gerade dieses Teilstück habe ich mir für eine spätere Wanderung bei besserem Wetter vorgemerkt, vielleicht bei einer Umrundung des Staubeckens Obermaubach.Kurz bevor dieses Staubecken erreicht wurde, ging es aber wieder bergauf, etwa 150 Höhenmeter waren zu erklimmen.  Mitten im Anstieg befinden sich die sogenannten Hinkelsteine und einige andere Felsen, wo man den Buntsandstein bestens sehen kann – der hier bei Nideggen aus rotem Sandstein mit vielen eingelagerten Kieselsteinen besteht. Oben angelangt luden mehrere Felsvorsprünge mit schönen Aussichten über das Tal ein.

Buntsandstein Aussichtspunkt

Der Weg ging dann noch unterhalb der Bug Nideggen entlang, und ein wenig erinnerte die Landschaft dort schon an die Sächsische Schweiz. Auch die Burgruine und die Altstadt Nideggens sind sehenswert, bei besserem Wetter wäre ich vielleicht auch noch etwas länger verweilt.

Teverener Heide

PanoramaDie Teverener Heide an der deutsch-niederländischen Grenze südwestlich von Geilenkirchen ist ein Naturschutzgebiet mit sehr vielfältigen Landschaften, zum Teil durch den Kiesabbau vom Menschen erschaffen. Neben den kargen Heidegebieten gibt es Kiefernwälder, Moorgebiete und in manchen der Kiesgruben entstandene Seen. Das Gebiet ist von mehreren gut markierten Wegen durchzogen, und wenn es nicht etwas abseits läge hätte ich es bestimmt schon früher erkundet.

KiefernwaldLos ging es vom Parkplatz Scherperseel, allerdings zuerst einen Abstecher zum Grenzstein 256, um auch ja alle UTM-Quadrate in der Gegend für Geograph abzudecken. Aber fast zurück am Parkplatz beginnt dann der große gelb markierte Rundweg, der insgesamt fast 10 Kilometer lang ist. Eigentlich hatte ich mir auch den ganzen Rundweg vorgenommen, aber es war dann doch zu spät geworden so daß ich den nördlichen Bogen ausgelassen habe, ist also noch was für einen nächsten Besuch übrig. Zunächst geht es noch an den Feldern entlang, aber dann biegt der Weg in den Kiefernwald und ist dort für ein Stückchen mehr Trampelpfad als Wanderweg – die meisten Wege sind aber breit genug für Radfahrer, Kinderwagen, sogar extra Reitwege sind angelegt.

MoorgebietNach dem waldigen östlichen Teil sind dann im nördlichen Teile einige Moorwiesen, und dann weiter westlich die noch schöneren Seen in den ehemaligen Kies- und Tongruben. Die meisten der Seen sind an dem von mir diesmal ausgelassenen Teil des großen Rundwegs, manche andere verstecken sich hinter dichtem Gebüsch, aber zumindest drei konnte ich schön fotografisch festhalten. Weitere hier nicht gezeigten Bilder gibt’s bei Flickr, oder auch in der Geograph Tour.

Mit den Seen kommt man auch in den offeneren Teil der Landschaft, hier sind große Wiesen mit nur vereinzelten Bäumen und Büschen, und schließlich im südwestlichen Teil dann richtige Heidelandschaft. Die Sonne versteckte sich leider hinter einer dicken Wolke, so daß die Fotos nicht mehr so prächtig aussahen, aber am schönsten ist diese Ecke sicher wenn das Heidekraut blüht – also auch wieder ein Grund für einen weiteren Besuch.

ChristopherusseeDas einzig negative war, daß das schöne schwül-heiße Wetter ideales Flugwetter war – und zwar nicht für die nahegelegene NATO Airbase, sondern für Haematopota pluvialis, vulgo Bremsen. Nicht sehr angenehm, des öfteren von einem Schwarm dieser Stechinsekten umschwirrt zu werden. Es hat zwar nur eine den Biss geschafft (und den auch nicht überlebt), aber jetzt weiß ich wie sich Kühe oder Pferde auf der Weide fühlen. Für die nächste Wanderung dort suche ich mir eine andere Jahreszeit…

Georallye 2013

RheinkieselKeine Wanderung im eigentlichen Sinne war der Besuch bei der mittlerweile zwölften Georallye der Uni Bonn am letzten Sonntag, es waren nur kürzere Strecken zu Fuß zu den jeweiligen Stationen zurückzulegen.

Das Steinmann-Institut (was für ein passender Name für die Geologie-Abteilung) der Uni Bonn veranstaltet bereits seit 2002 alljährlich diese öffentliche Exkursion, bei der in einer Region etwa zehn geologisch interessante Standorte von Dozenten der Geologie den Laien nähergebracht werden. Ich habe erst letztes Jahr von dieser Aktion erfahren, und damit leider den Besuch in der Nordeifel 2011 verpasst, und obwohl das Ahrtal schon etwas weiter zu fahren war habe ich dieses Jahr endlich die Chance zum Besuch genutzt.

Direkt am Rheinufer in Kripp konnte man sich über die Flusskieselsteine informieren, oder auch gleich selbst welche sammeln. Steine, die der Rhein und seine Nebenflüsse aus den Bergen mitgebracht haben, langsam glattgeschliffen und dann hier am Ufer abgelagert hat. Eine bunte Mischung verschiedenster Mineralien inklusive künstlicher – die Zivilisationsreste Keramik oder Glasflaschen werden genauso glattgeschliffen wie die in Jahrmillionen entstandenen Steine. Der Stand war schon fast zu gut besucht, aber dank eines Infoflyer des Mineralogischen Museums in Bonn weiß ich jetzt daß gerade dieses Kieselsteine noch bis Oktober Thema einer Sonderausstellung sind, also dort noch Gelegenheit wäre das Thema zu vertiefen.

LoessgesichtDeutlich ruhiger ging es dann an der zweiten Station zu, am Schwalbenberg oberhalb Remages, wo de fakto gleich zwei Stationen waren. Zum einen wurde man an der Aussicht auf das enge Mittelrheintal über die Entwicklung des Flusstals informiert, so zum Beispiel daß Kiesel ganz ähnlich wie am vorherigen Stop hier oben im Boden gefunden werden können und damit zeigen, daß der Rhein früher noch auf der Hochebene sein Bett hatte. Etwas unterhalb findet sich ein Hang, an dem mehr als zehn Meter Löß während der Eiszeit abgelagert wurde. Wie die kalten Fallwinde vom Eisschild zusammen mit der spärlichen Vegetation in Mitteleuropa diesen fruchtbaren Boden entstehen ließen war mir gar nicht bewusst gewesen.

Meeresboden LandskroneZwischen den Weinbergen an der Landskrone gab es dann 400 Millionen Jahre alten Meeresboden zu sehen, der während der Auffaltung des Rheinischen Schiefergebirges in eine senkrechte Position gebracht wurde. Sehr schön zu erkennen ist dort, daß die Schichtung im Schiefer nichts mit der ursprünglichen Ablagerungsschichtung zu tun hat, sondern erst bei der Faltung entsteht. Risse in der Felswand zeigen das langsame Öffnen des Rheingrabens, der in Jahrmillionen vielleicht zu einem Meeresarm wird. Als Höhepunkt der Freiluftvorlesung gab es dann spekulative Ansätze zur Erklärung einer Wulst in der Wand, die eine Rinne auf dem flachen Meeresboden war – bei der sich dann ein Geologe als Paläontologe versuchte und ein sehr kreatives Tier als Verursacher der Rinne vorstellte.

Leider war hier schon die Zeit zu weit fortgeschritten, das Erklimmen der Landskrone um die Basaltsäulen des ehemaligen Vulkans anzusehen muss ich mir für einen späteren Ausflug aufsparen. Und auch die anderen Stationen im Ahrtal liessen sich sicher mit einer schönen Wanderung kombinieren – zum Beispiel gibt es in Schuld einen Geopfad mit mehreren geologischen Stationen, nur leider alles von Aachen aus etwas weit zu fahren.

Wald, Wiesen und Wasser

Eupen Lindwurm„Wald, Wiesen und Wasser“, unter diesem Motto stand die Lokalzeitwanderung im Juni, diesmal im belgischen Eupen aus Anlass des 800jährigen Bestehens der Hauptstadt des deutschsprachigen Belgiens. Für mich war es die erste Wanderung auf der anderen Seite der Grenze – bislang hatte ich mich auf die deutsche Eifel konzentriert.

Start und Ziel war der Temsepark am Zusammenfluss von Weser und Hill, von wo es quasi direkt in den Wald entlang der Weser flussaufwärts ging. Gleich hier zum Beginn war auch der einzige steilere Abstieg, so daß sich die etwa 350 Teilnehmer stauten. Auf dem weiteren sechs Kilometern durch den Eupener Stadtwald zog sich die Wandergruppe aber schnell in die Länge. Das erste Stück des Waldweges war als Trimm-Dich-Pfad mit Stationen für Übungen ausgebaut, das zweite Stück bis zur Wesertalsperre dann als Waldlehrpfad vorwiegend für Kinder.
Eupen Waldlehrpfad
Pause war dann an oberhalb der Wesertalsperre, wo ein Ausflugslokal und Spielplatz wie auch eine gute Aussicht auf die Staumauer. Nach dem Queren der Staumauer wäre es dann wieder in den Wald gegangen, aber ich durfte erstmal etwa einen Kilometer zurücklaufen, denn der Wanderstock meiner Tochter (und ursprünglich mal mein Wanderstock aus meiner Kindheit) war auf dem Spielplatz liegengeblieben, und so ein erinnerungsreiches Stück durfte nicht verlorengehen.
WesertalsperreDie unfreiwillige Zusatzstrecke hatte den Vorteil, daß ich jetzt das Feld von hinten aufrollen konnte – und den Wald zeitwiese ganz für mich allein hatte, Töchterchen und Oma waren schon weitergegangen. Kaum waren diese wieder eingeholt, begannen die im Motto versprochenen Wiesen, zunächst ging der Weg noch am Waldrand entlang und es gab viele freie Blicke hinunter ins Tal auf die Stadt Eupen, bergab wurde dann der Weg zu einer Allee durch die Wiesen, dann war auch schon das erste Wohngebiet erreicht.

Eupen WiesenEinige ansehnliche Villen und weiter unten im Tal ein paar hübsche ältere Häuschen gab es noch zu sehen, dann war auch schon die Hill erreicht und ein kurzes Stück später der Temsepark. Insgesamt 13 Kilometer (also für mich 15), die mit langer Pause in 4 Stunden leicht zu schaffen waren. Sicher nicht mein letzter Wanderausflug in den belgischen Teil der Eifel.

Wildnistrail

WahlerscheidLetzten Sommer bin ich Wildnistrail durch den Nationalpark Eifel gewandert, ein Fernwanderweg mit vier Tagesetappen von jeweils gut 20 Kilometern. Die Hinweisschilder auf diesen Wanderweg waren mir schon öfter bei kürzeren Wanderungen im Nationalpark aufgefallen. Da ich zuvor noch keine mehrtägige Wanderung gemacht hatte, und ich die Eifelberge schon kannte, war es eine Mischung aus Neugier und Respekt für diese Tour. Im Sommer 2012 kam dann eine familienfreie Zeit, die ich dann genutzt habe.

Über die Webseite des Nationalparks kann man ein Komplettangebot buchen, bei dem sowohl die Übernachtungen als auch der Rücktransport zum Startpunkt in Monschau-Höfen organisiert werden, zusätzlich bekommt man eine Urkunde, eine Wanderkarte (die man aber eigentlich nicht braucht, da der Weg sehr gut ausgeschildert ist) sowie ein Buch mit Erklärungen zur Strecke und dem Nationalpark. Damit brauchteich dann nur noch für meine Kondition zu sorgen, und die Ausrüstung vorbereiten.

Die Strecke gliedert sich in vier Tagesetappen unterschiedlicher Länge, von denen die erste die anspruchvollste und die letzte eher etwas zu kurz geraten ist. Da jede Etappe durch eine andere Landschaft geht, und um genug Platz für meine Fotos zu haben, werde ich einzelne Berichte über jede Etappe schreiben, fürs erste daher nur die Liste.

  1. Monschau-Höfen nach Einruhr, durch Bachtäler und Fichtenwald, mit kleinem Abstecher auf die Dreiborner Hochfläche
  2. Einruhr nach Gemünd über die Ordensburg Vogelsang und die Wüstung Wollseifen
  3. Gemünd nach Heimbach durch die Buchenwälder des Kermeters
  4. Heimbach nach Zerkall, durch Eichenwälder im nördlichsten Teil des Nationalparks

Diese Tour wird sicher nicht der letzte Fernwanderweg sein den ich gehen werde, im Moment reizt mich besonders der Rothaarsteig, da ich am Nordrand des Sauerlands aufgewachsen bin. Ein paar wichtige Erfahrungen bei dieser ersten Fernwanderung: nicht nur gute Wanderschuhe sind wichtig (die hatte ich), auch der Rucksack muss gut sitzen, am dritten Tag wurde der Einfachrucksack unangenehm. Zum Glück war es kühles Sommerwetter, sonst hätte ich noch viel mehr Wasser mitnehmen müssen. Und wenn man durch das Funkloch Eifel wandert sollte man entweder das Handy ausschalten oder das Ladegerät mitbringen – am ersten Tag schon war der Akku leer, und das Ladegerät natürlich zuhause.

Tüdderner Wald

Tuedderner WaldDas nasskalte Schmuddelwetter machte pünktlich zum Sonntag eine Pause, und da ich ‚eh nach Heerlen musste, habe ich den Sonnenschein dann bei einer kurzen Wanderung im Selfkant genossen. Während der größte Teil des Selfkants – die flache westlichste Gemeinde Deutschlands – landwirtschaftlich genutzt wird, gibt es zwischen Tüddern und Süsterseel ein Waldgebiet, das nur leider von zwei Kreisstraßen durchschnitten wird.

Startpunkt was der Parkplatz an der Waldschänke mitten im Wald, von wo aus mehrere schnurgerade Waldwege losgehen. Schon nach einem kurzen Stück galt es die K15 zu überqueren, und entlang einer Pferdeweide ging der Weg weiter. Noch schöner als der Wald selbst waren dann aber die Abschnitte am Waldrand entlang, mal mit Kartoffelfeldern, dann mit Weißdornbüschen in voller Blüte. Wieder im Wald ließ sich deutlich ein Kuckuck vernehmen, dann kreuzte ein Pferdegespann den Weg.

Waldrand

Nach erneutem Queren der K15 ging es wieder in dichten Wald, wobei als landschaftliche Besonderheit ein See am Weg liegt, eine ehemalige Kiesgrube die sich mit Wasser gefüllt hat.  Der Trampelpfad hinunter ans Ufer war steiler als er von oben aussah, aber was tut man nicht für ein schönes Foto eines Feuchtbiotops.  Nach knapp 5 Kilometer war schon der Parkplatz wieder erreicht – also mehr ein Spaziergang als eine Wanderung.

Baggersee

Erst bei der Nachbereitung der Tour ist mir aufgefallen, daß auf in dem nicht besuchten westlichen Teil des Waldes 1968 der erste Safaripark Deutschlands eröffnet wurde, der 1990 pleite ging und vom Wald überwuchert wurde. Aktuell ist der damals asphaltierte Freizeitparkbereich eine Kiesgrube und wird danach zum Naherholungsgebiet renaturiert. Mal sehen ob ich 2015, wenn alles fertig sein soll, mir diesen Teil dann mal genauer ansehe. Hoffentlich bleiben noch ein paar Reste, die an den Safaripark erinnern, im Wald nach der Renaturierung übrig.

Narzissen im Oleftal

Narzisse an der OlefDie Wildnarzissen sind eine der Attraktionen der Eifel, und nachdem ich die beiden letzten Jahre die Narzissen im Perlenbachtal bewundert habe, ging die Maiwanderung zu den noch etwas weiter entfernten Narzissen im Oleftal. Laut Karte waren die Narzissen nur nahe am Wanderparkplatz Hollerather Knie zu finden, aber das wäre mir eine zu kurze Wanderstrecke für die weite Anreise gewesen. Außerdem waren auch im Perlenbachtal so manche schöne Stellen abseits der größten Vorkommen, so daß ich mir einen Weg ausgearbeitet habe, der die Olef fast vom Stausee bis nahe zur Quelle begleitete.

Da die Hauptvorkommen der Narzissen erst nahe der Quelle zu erwarten waren und als Highlight am Schluß des Wegs liegen sollten, ging es also erstmal durch den Wald bis zur Schutzhütte Daubenscheid. Auch wenn es weitestgehend eigenlich langweiliger Fichtenwald ist, die Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg – vom Gedenkstein an den Ardennenoffensive, die von der Natur schon weitestgehend überwachsenen Drachenzähne bis hin zu Betonresten von Bunkern – sorgten für interessante Abwechslung.

Gedenkstein Ardennenoffensive Drachenzaehne Bunkerreste im Wald

Zwischen den Fichtenparzellen waren auch mal andere Bäume zu sehen, und auch die Frühlingsblüher am Wegesrand – hauptsächlich Huflattich und Pestwurz – sorgten für genügend Fotogelegenheiten.

Weiter gings steil bergab ins Tal des Mertenbach, der dann bis zur Olef mit seinem Gemurmele ein angenehmer Begleiter wurde. Die 150 Höhenmeter galt es dann mitsamt der Olef wieder zu erklimmen, zum Glück viel langsamer als es ins Tal hinunter ging. Es dauerte auch garnicht so lange bis die ersten Narzissen am Fluss zu sehen waren.

Narzissen an der Olef

Der Weg entlang der Olef ist aber bei weitem nicht nur wegen der Narzissen lohnenswert, mindestens genauso interessant sind die an mehreren Stellen zu findenden geologischen Aufschlüsse, wo man schnell erkennt warum die Eifel Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist. An so manchen dieser Felshänge raschelte es, aber die Eidechsen waren viel zu schnell um sie zu entdecken. Mit den einzelnen Ginsterbüschen dürfte dieser Weg auch im Sommer einige tolle Aussichten liefern.

Schieferfelsen

Aber das Highlight waren natürlich die Narzissenwissen am Oberlauf der Olef, alle auf der belgischen Seite aber dank grüner Grenze muss man schon genau hinsehen um die Grenzsteine zu bemerken. Bei der Rast am Gedenkstein für Loki Schmidt, die viel für den Erhalt dieser Wiesen getan hat, hatte man eine schöne Aussicht auf die Völkerwanderung, die auf der belgischen Seite den Narzissenrundweg weitergingen. Wir nahmen aber nur den kürzeren der beiden Rundwege, aber das Bachtal oberhalb der größten Narzissenwiese war wohl erst kürzlich entfichtet worden und noch nicht von Narzissen besiedelt, in einigen Jahren wird man dort wohl noch mehr gelbe Wiesen finden.Narzissenwiese

Die Strecke war 15 Kilometer lang, und bis auf eine Steigung auf dem Weg zurück zum Parkplatz überhaupt nicht anstrengend. Allerdings hatte ich die Zeit unterschätzt die ein Kind für Erkundungen abseits des Weges braucht, so daß wir doch über fünf Stunden unterwegs waren, mit An- und Rückfahrt also eine komplette Tagestour – die sich aber sehr gelohnt hat. Vor allem weil das Wetter sich, kaum das wir im Oleftal angekommen waren, von komplett bedeckt zu längeren sonnigen Abschnitten umgestellt hat. Fotos habe ich weit mehr gemacht als ich hier unterbringen kann, und nebenbei auch noch elf Punkte bei Geograph eingesammelt.