Schmetterlinge in Dreiborn

BlaeulingLetzten Sonntag war endlich mal wieder die Gelegenheit, eine der geführten Wanderungen im Nationalpark Eifel mitzumachen, und zwar die uns noch fehlende Schmetterlingstour des Nationalparktreffs Dreiborn. Das Wetter war ideal für eine Wanderung, sonnig und trocken und nicht zu warm, so daß diesmal sogar die ganze Familie mitgegangen ist – die erste Wanderung auf eigenen Beinen für den eineinhalbjährigen Steppke, wenn auch oft auf dem Arm damit wir nicht den Anschluß verlieren.

Die Streckenführung war die gleiche wie bei den vorherigen Touren, mit dem einen großen Unterschied daß diesmal in umgekehrter Richtung gewandert wurde. Da das Thema ja Schmetterlinge waren, bot sich an, eine Stelle mit vielen Brennnesseln am Anfang der Tour zu haben, wo dann der Lebenszyklus der Schmetterlinge erklärt wurde. Es flogen auch einige kleine Füchse dort herum, Raupen waren aber keine zu sehen da wohl gerade die erste Generation des Jahres sich an die Fortpflanzung machte. Aber viel interessanter als diese jedem bekannten Schmetterlinge waren natürlich die im besonders Nationalpark zu findenden Arten – in Erinnerung geblieben sind der Baum-Weißling (Aporia crataegi) und der Rotklee-Bläuling (Polyommatus semiargus), von beiden hatte ich vorher noch nie gehört. Letzteren konnte ich auch gut fotografisch festhalten, gegen das Zoomobjektiv eines Mitwanderers kam ich nicht an und konnte nur diesen direkt am Weg still sitzenden Bläuling erwischen.

Trotz der geringen Fotoausbeute eine sehr schöne Wanderung, nur schade daß der Wanderführer aus Zeitgründen nächstes Jahr keine solche Touren mehr anbieten will, also die Tour zum Thema Heuschrecken im August die letzte sein wird. Und auch schade zu sehen, daß viele der Teiche auf der Strecke nun schon stark verlandet sind, die bei den ersten Wanderungen dort noch viel größer waren. Gerade die Amphibien waren die Hauptattraktion für die große Tochter, hoffentlich kann ich dem Steppke in ein paar Jahren dort noch welche zeigen…

Molchwanderung in Dreiborn

Uriger BaumUnter dem Motto „Über Pfützen und Tümpel – Bunte Wassersalamander entdecken“ fand am 14. April eine geführte Wanderung im Nationalpark Eifel statt, bei der Wanderführer Peter John eine Gruppe von ca. 15 Kindern und ihren Eltern die Amphibien im Nationalpark näherbrachte. Ich habe schon mehrere Wanderung mit meinem Nachwuchs auf dieser Strecke gemacht, aber dank des guten Wetters – sonnig und der erste Tag des Jahres mit 20°C – war es die bislang größte Gruppe bei der wir dort mitwanderten. Die Wanderung zum gleichen Thema im Vorjahr waren wir noch mit Herrn John alleine unterwegs, bei regnerischen 6°C war sonst niemand gekommen.

Aber obwohl wir die Strecke mittlerweile schon auswendig kannten, und auch die Molche schon im Vorjahr gesehen hatten, war dies doch wieder ein Pflichttermin. Und es gab auch wieder neues zu entdecken – der strenge Winter hatte seinen Tribut bei den Hirschen gefordert, und es war faszinierend daß direkt an dem Wanderweg gleich mehrere Hirsche verendet waren. Obwohl noch vier Wochen vorher hoch Schnee lag, waren trotzdem nur noch Haarbüschel und Knochen übrig, den Rest hatte Füchse und Marder schon genutzt.

Bergmolch

Das eigentliche Thema waren natürlich die Molche, es landeten hauptsächlich Bergmolche (Ichthyosaura alpestris) und ein einzelner Fadenmolch (Lissotriton helveticus) in den Becherlupen. Frösche waren eigentlich das Thema der Wanderung im März, aber wegen des Schnees war zu der Zeit noch keiner herausgekommen. Dementsprechend wurde auch ein Grasfrosch (Rana temporaria) gefangen, und nur wenige besonders schnelle Kaulquappen waren schon aus dem Froschlaich geschlüpft. Ein Erdkrötenpärchen (Bufo bufo) auf dem Weg zu ihrem Tümpel wurde auch noch gefunden. Und bis auf die Kröten durften die Kinder auch alle dieser Tieren anfassen, anders als bei vielen Erwachsenen war keinem Kind eines der Tiere eklig. Und als kleine Besonderheit wurde auch noch eine Egel unbekannter Art gefangen – die aber dann doch niemand anfassen wollte. Natürlich wurden alle Tiere vorsichtig behandelt und wieder in die Freiheit entlassen – es ist ja schließlich ein Nationalpark, und unter Naturschutz stehen die Amphibien ohnehin in ganz Deutschland.

Die Strecke war zwar nur knapp fünf Kilometer, aber durch die vielen und langen Beobachtungsstops an den Tümpeln waren wir dennoch fast vier Stunden unterwegs. Von den jahreszeitlich unterschiedlichen Themen der Dreiborner Wanderungen fehlen uns jetzt nur noch die Schmetterlingswanderung im Juli, und die dieses Jahr zum erstenmal angebotene Heuschreckenwanderung im September. Vielleicht trifft man sich ja dort…

Hirschskelett